Dez 09

Neulich, wir waren auf dem Weihnachtsmarkt in Dresden, da wollte ich mein Telefon benutzen! Ich habe ja eine ganze Weile das K800i von Sony-Ericsson gehabt und damit auch im Winter keinerlei Probleme. Auch im Sommer bei brütender Hitze gab es keinen einzigen Ausfall an den ich mich erinnern könnte. Doch das iPhone verändert ja bekanntlich alles – wieder einmal. Mein fast nagelneues iPhone4 hat nämlich die dumme Eigenschaft bei großer Kälte nicht mehr so zu wollen wie ich! Das erstaunliche daran ist nun auch noch, dass es die ganze Zeit in meiner Hosentasche gesteckt hat, also relativ nahe am Körper. So dachte ich also, dass auch bei einer Außentemperatur von -8°C das Telefon nicht beeinträchtigen würde. Erschwerend kommt hinzu, dass wir nicht nur 5 Minuten auf dem Weihnachtsmarkt waren, sondern 2-3 Stunden.

Nun ja, das Ergebnis unseres kleinen Ausfluges war jedenfalls, dass ich nur noch die Meldung „keine SIM“ bekam. Auch ein Neustart oder das erneute Einsetzen der SIM-Karte konnten das Problem nicht beheben. Zu Hause angekommen probierte ich alles noch mal aus und es blieb leider beim genannten Fehler. Surfen mit WLAN war jedoch kein Problem, das Telefon war also technisch scheinbar unversehrt. Nachdem ich das Probelm nun auch am nächsten Tag noch nicht selbst lösen konnte, machte ich mich auf zum o2-Shop. Der nette Mensch sagte mir, dass andere Freunde der kalten Jahreszeit auch schon mal mit gesprungenen Displays kommen und dass mein Problem also so schlimm gar nicht sei. Kurz mit einer neuen SIM-Karte probiert und schwupps, war Apple aus dem Schneider! Denn: Nur die SIM-Karte hatte scheinbar den Geist aufgegeben, nicht jedoch das Telefon.

Ich persönlich finde diesen technischen Fakt sehr interessant, ist doch eine SIM-Karte nicht viel mehr als ein kleines Metallplättchen auf einem Stück Plastik. Dass das kaputtgehen kann, war mir bis dato noch gar nicht bewusst!

Egal, jetzt geht alles wieder und ich bin wieder glücklich. Wer also auch die Probleme mit der No SIM Meldung hat, der geht am besten schnell zu seinem Provider und lässt sich eine neue geben. Oder: Man hält sich einfach an die Betriebstemperaturen des Gerätes (0°-35°C).

Da ich gerade übers iPhone spreche: Ich lese gerade das Buch „The Design of everyday things“ von Donald A. Norman, der von der Nielsen-Norman-Group. Es geht in dem Kaptitel um Erinnerungen und Geräte dafür. Er schreibt:

Would you like a pocket-size device that reminded you of each appointment and daily event? I would. I am waiting for the day when portable computers become small enough that I can keep one with me at all times. I will definitely put all my reminding burdens upon it. It has to be small. It has to be convenient to use. And it has to be relatively powerful, at least by today’s standards. It has to have a full, standard typewriter keyboard and a reasonably large display. It needs good graphics, because that makes a tremendous difference in usability, and a lot of memory – a huge amount, actually. And it should be easy to hook up to the telephone; I need to connect it to my home and laboratory computers. Of course, it should be relatively inexpensive.

Na, an was denkt man wohl bis man das „inexpensive“ liest? 🙂 Ich finde es jedenfalls lustig und nicht nur ich, wie ich festgestellt habe. Übrigens: Das Buch ist von 1988!

Eine Antwort zu “Telefonieren im Winter?”

  1. Zeta sagt:

    Das ist typisch für die neuen Smartphones: Sie können zwar ins Internet und man kann mit ihnen Musik, Filme, Bilder und sonst was anschauen. Aber sie sind höchst anfällig gegenüber ganz normalen Belastungen wie Hitze, Kälte, Stürze, Wasserspritzer, Kratzer etc. ! Das waren vor Jahren noch die Basics, die ein Handy aushalten müsste. Und trotzdem besitzt heutzutage jeder Zweite ein Smartphone. Schon eine interessante Entwicklung.

Einen Kommentar schreiben