Dez 13

Da lese ich neulich die Ankündigung von etwas großartigem im MooTools-Twitter-Account und freue mich schon wie ein kleines Kind auf die neue Community und dann sowas. Tz! Aber von vorn. Letzte Woche kam wie gesagt über Twitter die Ankündigung, konnte ja nicht viel anderes als die neue Plugin-Base für MooTools-Scripten sein. Irgendwann in der Nacht ging sie dann auch online, sodass ich am nächsten Tag mal reinschnuppern konnte. Ist alles sehr klar strukturiert und übersichtlich aufgebaut. Es gibt Kategorien und Tags (allerdings keine echte Tagcloud), Autoren samt Gravatar, Plugins und so weiter. Das einzig spannende Feature ist die Integration in GitHub, viel mehr ist leider nicht anders als bei esteak. Da das scheinbar auch andere Leute so sehen (siehe Kommentare im Blog), habe ich mir erlaubt auch einen Kommentar samt Link zu posten, indem ich einem Vorgänger-Kommentator auf die Frage hin antwortete, was zu tun sei, wenn man GitHub nicht mag/hat/nutzt. Leider erwartet mein Kommentar immernoch eine Moderation und ich befürchte die MooTools-Leute sind nicht so ganz doll daran interessiert eine wirkliche Diskussion aufkommen zu lassen. Ähnlich dem von mir angeprangerten Verhalten der TYPO3-Community scheint auch in der MooTools-Community die Meinungsfreiheit kein besonders wichtiges Gut! Schade eigentlich, aber ich ziehe bereits erste Schlüsse und die Parallelen sind sehr deutlich:

  1. Beide Projekte sind Open-Source-Community-Projekte
  2. Beides ist non-Profit
  3. Beides hat eine (relativ) große Community
  4. Ich versuche mich in beiden Communities einzubringen
  5. Überall werde ich als störendes Element wahrgenommen und meine Kommentare werden ignoriert/runtergemacht/gelöscht.

Was also soll ich tun? Sollte ich lieber die Klappe halten und keine Kritik oder Verbesserungsvorschläge mehr vorbringen, damit ich mich nicht über die Reaktion wundern muss? Sollte ich lieber in anderen Communities aktiv werden, die mich auch irgendwie teilhaben lassen? Ich bin mir noch relativ unsicher was der für mich beste Weg ist, aber ich werde es hier posten, falls ich mich entschieden habe! (oder doch lieber nicht, vielleicht verärgert das ja jemanden, hm…)

Eine Antwort zu “Kritik und Alternativen nicht erwünscht!”

  1. Wolfram Marx sagt:

    ich empfinde es als sehr schade, wenn dem so sein sollte, wie du schreibst. ich habe dich in den drei monaten, die wir miteinander gearbeitet haben, als sehr fitten softwareenwickler und sich stets korrekt verhaltenden menschen erlebt.
    aus meiner vergangenheit heraus, möchte ich dir sagen, dass es leider sehr oft um menschliches, allzumenschliches geht und leider fast nie um die besten loesungen.
    das schoene am rechner ist ja, dass er keine gefühle und werte und freunde hat und in keinerlei beziehungsgeflecht steckt. bei menschen ist das (leider) anders.
    ich persönlich habe mir für meine Schriftstellerei zwei Postkarten gekauft, die ich mir vor meinen mac gestellt habe. Auf der einen steht: Jede Wüste ist endlich. Man mus nur die Kraft finden, sie zu durchqueren.
    Auf der zweiten ist eine Möve im Flug abgebildet und zu lesen ist eine Erkenntnis von Perikles: Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut. Und noch etwas. Als ich meiner langjährigen Puppenspielerfreundin mitteilte, dass ich mich nun nach dreizehn Jahren für die Schriftstellerei entschieden habe, hat sie mir ihre Postkarte geschickt, die ihr ganzes Studium über an ihrem Spind hing. Darauf steht: Ich kann, ich will, ich muß es tun. Basta!
    in diesem Sinne

    liebe Grüße

    Wolfram

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