Apr 21
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Ich vertrete ja die Ansicht, dass gute Software nicht zwingend etwas kosten muss und beziehe die Dienste (im Internet) gleich mal mit ein. Ich habe gerade einen Artikel eines großen Blogs gelesen, in dem der Autor seine (andere) Sicht erläutert und auch 3 Beispiele nennt, bei denen er (gerne?) Geld bezahlt. Zu dieser Argumentation und den speziellen Beispielen würde ich gerne noch meine persönliche Meinung hinzufügen:

1. WEB.de Mail: Der Autor nennt als Grund die Kontinuität und Sicherheit des Angebotes bei web.de als seinen Entscheidungsgrund für das Produkt. Da frage ich mich doch: Welche Firma, wenn nicht eine der größten der Welt, kann denn die meiste Kontinuität bieten? Ich denke, dass entweder die Preise bei web.de steigen, oder der gebotene Service (Speicherplatz, etc) sinken wird. Zum Thema Sicherheit kann ich auch nur sagen, dass ich der Meinung bin, dass Google deutlich mehr Geld in die Weiterentwicklung stecken kann, als web.de und ich es aus diesem Grund für „sicher genug“ halte. 100%ige Sicherheit gibt es sowieso nur im Märchen!

2. XING: Hier stimme ich überein, es gibt keinen vergleichbaren kostenlosen Service. Deswegen gilt: zahlend bei Xing oder kostenlos nirgendwo – ganz einfach. Allerdings ist das ganze auch so eine Sache. 6 Euro im Monat ist gerade für einen Geschäftsmann keine Nennenswerte Ausgabe und genau das ist ja auch die Zielgruppe. Ich halte deswegen, und weil ich Herrn Hinrichs bereits bei einem Vortrag über seine Unternehmensentwicklung hören durfte, diese Maßnahme für eine sehr schlaue „Bereinigung“ der Plattform von Sparfüchsen, denn die können ja nicht erfolgreich sein, wenn sie nicht mal 6 Euro im Monat übrig haben.

3. Skype: Wenn es nicht so buggy und manchmal ganz schön ab…hackt wäre, würde es sich sicher noch besser verkaufen. Aber keine Frage: bei Nutzung des vollen Potenzials ist da noch mehr zu holen.

Nun zu meinem Fazit zum Thema kostenlose Inhalte im allgemeinen. Ich biete auf allen Seiten die ich privat betreibe einen Großteil meiner Arbeit völlig kostenlos an, da ich der Meinung bin, dass die Welt ein bißchen besser wird durch das Teilen und dass gerade diejenigen die (zu) viel von irgendetwas haben (egal, ob Geld, Wissen, Macht) ruhiger schlafen könnten, wenn sie es teilen würden. Ich glaube daran, dass es dann allen besser gehen könnte und deswegen biete ich ja auch einen Spenden-Link an. So habe ich z.B. schon Geld von conin.de bekommen. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle.

Man sollte sich ja nicht von allen Dingen lösen, die man mag oder braucht, aber gerade in der digitalen Zeit, in der man etwas auch teilen kann, ohne es weg zu geben, wird es einem doch ziemlich einfach gemacht. Außerdem kann so etwas auch sehr schön sein, nämlich dann, wenn zu dem Geben noch ein nehmen kommt, dann wenn jemand anders sich entschließt FREIWILLIG etwas zurück zu geben für einen erwiesenen Dienst. So geschehen mit dem Album von Radiohead. Warum nicht den Menschen die Freiheit lassen, so viel für etwas zu bezahlen, wie sie es für nötig erachten oder können. Tief in mir drin weiß ich einfach, dass jeder Mensch von selbst ein flaues Gefühl im Magen hat, wenn er jemanden anderen ausnutzt. Und eines Tages kommt auch bei Menschen die ein Leben lang so gelebt haben einmal die Erleuchtung, dass es falsch ist, davon bin ich überzeugt.

2 Antworten zu “Wie, das kostet was?”

  1. Alex sagt:

    Ich bin völlig deiner Meinung, dennoch wird es immer Leute geben, die kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie andere „ausbeuten“ bzw. halt nicht für ein Angebot zahlen, wo man nicht muss. Und bei denen bleibt dann leider auch die Erleuchtung aus…

  2. Mac sagt:

    Da hat sich jemand Schmalz aus dem Hirn gesaugt, ein Plugin, ein Feature oder eine Exension programmiert, da kann man auch schon mal in pekuniärer Weise ‚Danke‘ sagen. Mir hat es sehr geholfen, und ich hätte das selber in annehmbarer Zeit nicht realisiert. Schnelle Hilfe, schnelle Kohle, so sollte das immer sein 🙂

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