Mrz 24
  • english
  • german

Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Suchmaschinen-Optimierung ganz schön komische Blüten treibt. Ich meine es gibt natürlich viele Leute, die ihre Seite einfach nur Optimieren, also HTML und Inhalt ein wenig verbessern, sodass sie besser gelistet werden. Mache ich im Endeffekt ja auch, egal ob für meine eigenen Seiten oder für Kunden.

Daran finde ich auch überhaupt nichts schlimmes – manch einer verdient ja schließlich wirklich Geld mit dem Inhalt seiner Seite. Dann gibt es da aber noch die militanten Optimierer. Sie versuchen alle Tricks um noch das letzte Quäntchen aus ihrer Seite herauszuholen, auch wenn dabei manchmal unschöne Methoden zum Einsatz kommen.

Eine dieser Methoden ist das blockieren von Kommentar-Links mit rel=“external nofollow“. Nun könnte man als ein Betreiber solcher Praktiken sagen: „Aber die wollen ja alle nur von meinem guten Rang profitieren und mehr Links auf ihre Seite erzeugen!“. Nun, das mag sogar richtig sein, aber verbessert man denn nicht auch den Wert der kommentierten Seite durch einen Kommentar? Warum wird dann noch ein eigenes Feld für einen Link angeboten, wenn er doch eigentlich unerwünscht ist?

Ich muss mich hier ganz deutlich fragen: Wollen diese Leute nur Nutzer auf ihre Seite locken, um dann durch Werbung Geld zu verdienen oder geht es da wirklich noch um den Inhalt, den man GRATIS zur Verfügung stellt? Für mich ist die Antwort eindeutig wenn ich solche Sachen im Quelltext finde, und ich finde es wirklich sehr schade, dass viele Blogger nur noch bloggen um Werbeeinnahmen zu kassieren. Dadurch sinkt die Qualität der Beiträge und wenn man wirklich etwas sucht, findet man nur SEO-Texte mit Bullshit-Bingo Überschriften.

Ich würde mir folgendes wünschen: lasst die Werbung weg, solange ihr keine Kosten für die Seite habt und beschäftigt euch mal lieber mit besseren Inhalten statt nur dem SEO, dann kommen schon von ganz alleine mehr Leute auf die Seite!

4 Antworten zu “SEO als Religion?”

  1. Rico sagt:

    ich seh es nicht ganz so, denn du weißt ja ich habe die kommentarlinks auch eine weile blockiert, hast mich ja schließlich überredet das wieder rückgängig zu machen. obwohl man ja nicht von blockieren sprechen kann, da die links ja trotzdem besuchbar sind, aber eben nur von demjenigen der den kommentierten blogeintrag besucht. denn soweit ich weiß wird eine seite die über eine bestimmte anzahl an ausgehenden links besitzt als einfache linkpage angesehen und das wertet diese seite ja ab, egal wie toll auch der inhalt ist.
    auch muss man ja erwähnen das viele auch nur kommentare schreiben um einen backlink auf ihre seite zu erhalten.
    gut auf meiner seite ist das backlink „erhaschen“ wohl auch nicht so toll, hab ja nur nen pagerank von eins, aber wie heißt es so schön klein vieh macht auch mist. wer unbedingt nen backlink möchte kann ja auch nen trackback auf meine seite machen, was ja eigentlich ein linktausch zwischen zwei seiten sein sollte die das selbe thema behandeln und im idealfall profitieren davon beide seiten.

    übrigens seitdem ich das „nofollow“ raus genommen habe, bekomm ich haufen spam-kommentare. das scheinen die wirklich zu riechen. da gibts dann haufen viagra links, frag mich was das soll… meine seite besucht eh niemand mit potenzproblemen!

    ach ja an zu merken wäre auch noch das natürlich viele ihren blog ja auch als seo-spielwiese benutzen, um aus zu testen was sich wie auswirkt. um dies dann ihren anderen projekten zu verwenden oder euch da draußen mit zu teilen.

  2. Grundi sagt:

    Mit den Trackbacks hast du recht, so sollte es im Idealfall sein. Mein Beispiel ist immer ein Coder-Blog bei dem ich als Kommentator einen Bugfix poste. Das könnte ich mir dann sparen und einfach einen eigenen Post mit Ping zum Original schreiben. Das hat noch den Vorteil, dass mein eigener Inhalt mehr wird 🙂

  3. Grundi sagt:

    Falls es noch jemand in seiner WordPress-Installation anpassen möchte: In der Datei comment-temlpate.php im Verzeichnis wp-includes muss in der Funktion get_comment_author_link() das „nofollow“ entfernt werden.

  4. Martin sagt:

    Letztlich entscheidet mittelfristig immer der Inhalt und nicht zwangsweise die Backlinks. Und das merkt man auch. Man darf natürlich keine Allerweltsthemen haben, sondern muss möglichst Nischen füllen. Dann kann man auch recht schnell Erfolge landen. Habe das jetzt auch gemerkt, als ich aus eigenem Interesse über Google Maps und Symfony geschrieben habe, da kommen auch die Besucher entsprechend über die Suchmaschinen etc..

    Und du nutzt ja deinen Blog noch viel mehr in diese Richtung, was sich langfrisitig auf jeden Fall durchsetzen wird.

    Natürlich gehört aber auch SEO dazu und gerade im Blog kann man damit einiges steigern. Ich zum Beispiel habe jetzt auch ein Plugin für Related Posts eingebaut, was auch die Berwertung verbessern kann, weil man intern themenrelevant verknüpft. Zumal man damit auch den interessieren Besucher zusätzlich bindet.

Einen Kommentar schreiben